La revolución de los sistemas de combate

Februar 2010 - Artikel Schwarzer Gürtel

Wie alle Kampfsportarten seinerzeit, entstanden Wing Tsun und Escrima aus konkreten Notwendigkeiten heraus. Die Bedürfnisse können auf unterschiedlichste Weise gelöst werden, deshalb die Vielfalt und die Auswahl an Stilen oder Systemen, die, auf den ersten Blick, alle die gleichen Ziele verfolgen. Die Resultate eines Systems hängen von der Betonung verschiedener Bedürfnisse ab, oder von unterschiedlichen Kontexten in denen ein System entsteht und sich entwickelt. So haben die Bedürfnisse nach Selbstverteidung, Kampf, sportlichem Wettkampf, körperliche Kondition oder das Gleichgewicht von Körper und Geist, um einige zu nennen, den Grundstein für die Erschaffung und Perfektionierung der Kampfsysteme gelegt. Und, wie auch in anderen kulturellen Darstellungen, gibt es diejenigen, die sich dem Studium, ihrer Verbreitung und ihrer Bewahrung widmen, während andere widerum, die Ursachen ihrer Entstehung analysieren und sie durch Anpassung an neue Kontexte und Erkenntnisse zu verbessern suchen. Beide Optionen sind gleichermaßen korrekt und nötig , wenn man sie seriös und ehrlich verfolgt.

Diejenigen, die mich kennen wissen, dass ich fast mein ganzes Leben dem Erlernen, der Analyse und der Ausbildung in der Kampfkunst gewidmet habe, insbesondere dem Wing Tsun und dem Escrima, deren Unterweisung, Verbreitung und Verbesserung seit vielen Jahren Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit sind. Diejenigen, die mir nahe stehen, kennen meine Sorge um den Kampf und die Kampfsportarten. Sie haben meine kontinuirliche Suche nach Lösungen verschiedener Unklarheiten, die im Laufe der Lehrjahre im Kampf mit/gegen und ohne Waffen auftraten, miterlebt. Sie waren Zeugen der Entwicklung von Ideen, Strategien, Taktiken und Techniken, die im meinem täglichen Training immer wichtiger wurden. Alles haben sie aus nächster Nähe mitbekommen, denn ich habe mir immer gewünscht, und möchte das dies heute und in Zukunft unser Erkennunsgmerkmal ist, die erworbenen Kenntnisse mit anderen zu teilen und an andere weiterzugeben. All diese Arbeit hat meine Denkweise über den Kampf erweitert und folglich meine Art Wing Tsun und Escrimas zu verstehen. Diese kontinuierlichen Überprüfungen der klassischen Techniken und meiner eigenen Entwicklungen waren zentrales Thema vieler meiner Kurse. Sie gewannen zunehmend an Bedeutung und erreichten ein undenkbares Ausmass, das anfangs nicht vorhersehbar war. Das Wing Tsun und auch das Escrima, das mich meine Meister lehrten, entstanden seinerzeit in einem Kampfkontext, der sich sehr von dem heutigen unterscheidet. In einigen Fällen bieten sogar die zwei Systeme unterschiedliche Lösungen für das gleiche Problem an. Für mich sind klare Kampfprinzipien wichtig, die Lösungen für die unterschiedlichsten Situationen bieten, d.h., mit oder ohne Waffen, in verschiedenen Kontexten, gegen unterschiedliche Strategien und Kämpfer. Alle Neuentwicklungen wurden anfangs in die bestehende Wing Tsun Struktur integriert und haben neben den bestehenden Programmen coexistiert, bis sie ein solches Ausmass erlangten, dass es inkohärent wäre weiterhin unter einen Namen zu arbeiten, der nicht das widerspiegelt was man eigentlich macht. Deshalb entsteht, was wir von jetzt an die Wing Revolution bezeichnen.

Die Wing Revolution ist ein Kampfsystem, das die Arbeit mit/gegen und ohne Waffen vereint. Dieses neue System erfordert eine Institution, deren Führung auf die Qualität und die stetige Verbesserung des Systems basiert und seine Weiterentwicklung und Verbreitung ermöglicht und all denen dient, die in diesem Sinne wachsen möchten. Obwohl es bequemer gewesen wäre an die EWTO gebunden zu bleiben, würde es aus all den vorher genannten Gründen nicht logisch sein. Deswegen beginne ich heute, nachdem ich den europäischen Leitern des Wing Tsun meinen Fortgang angekündigt habe, mein neues Projekt, die Wing Revolution. Ab Februar wird es in verschiedenen Ländern Europas vorgestellt.

Meinen aufrichtigster Dank gebürt meinen Meistern und der Organisation, die mir diese Entwicklung erlaubt hat, für die ich immer gekämpft habe und der ich alles gegeben habe, was ich selbst bin. Ich danke auch allen, die mich begleitet haben und mir nahe stehen , meinen Brüdern Javier und Pepe, die sehr zu der Entwicklung des Systems beigetragen haben, den Ausbildern und den Schülern, die ich unterrichtet habe und die mich weiterhin dabei unterstützen mich zu verbessern. Vielen Dank an alle.

Victor Gutiérrez Silván
The Wing Revolution